Liebes Tagebuch: Fotoprojekt Nr. 1

13.01.2016

Neues Jahr neue Vorsätze. Unserer lautet: JEDE MENGE FOTOPROJEKTE! Was das bedeutet ist fluchs erklärt: In regelmäßigen bis unregelmäßigen Abständen werden wir uns ein anderes freies fotografisches Projekt ausdenken und dies dann ganz experimentiell, frei Schnauze, künstlerisch und/oder handwerklich wertvoll fotografieren.

Warum dat denn? Weil wir einfach Bock drauf haben. Irgendwas schwirrt uns immer im Kopf rum und es fehlt oft an Zeit, um es einfach mal auszuprobieren. Die große Herausforderung wird also dabei sein, dass wir uns diese kreative Auszeit auch nehmen. Es ist also nicht nur ein kreatives Projekt, sondern wir wollen uns auch zur "persönlichen Foto-Freizeit" disziplinieren.

Was genau wir fotografieren werden ist uns zu diesem Zeitpunkt auch noch schleierhaft. Manchmal wird eine Technik verfeinert, manchmal wird eben diese komplett missachtet. Einmal wird es durch seine Einfachheit Spaß machen, ein andern Mal durch eine hohe Komplexität. Eben wie uns grad der Schnabel gewachsen ist :)

Fotoprojekt Nr.1 - Mein Verlobungsring

Letztes Jahr Ende August hat mein Freund - nun Verlobter - mir einen Antrag gemacht. Meinem Status als Frau "König" entsprechend - hehe - hat er mir einen Ring mit einem Saphir geschenkt. Jedes Kind weiß ja, dass das der Stein der Könige ist...

Diese Woche wollte ich also mal ne knackige Schmuckaufnahme von meinem Lieblingskleidungsstück machen. Bei den Ringaufnahmen zu unseren Hochzeitsreportagen könnte ich mich schon immer stundenlang nur mit den Eheringen beschäftigen. Heute habe ich mir nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Alufolie genommen.

Achtung, jetzt wirds technisch:

Der Hintergrund ist eine durchlöchterte Alufolie. Der Rand um den Ring, diese Art Tunnel, ist durch eine Alufolienröhre entstanden. In diese habe ich auch ein paar Löcher gepiekst, wodurch die kleinen Halbmonde auftauchten. Der Ring steht mit Hilfe eines Drahtes. Das Hintergrundlicht ist eine Softbox mit Wabe, die durch die Alufolie blitzt. Der Ring wird von oben illuminiert (cooles Wort und hört sich schön fachmännisch an) durch eine LED-Leuchte mit Flügeln. Tapfer gehalten und in Millimeterschritten gedreht und gewendet von unserem Azubi Stefan, bis ich mit dem Glitzern des Saphirs zufrieden war. Notiz an mich selber: Nächstes Mal den Setaufbau fotografieren :)

Sigma 105mm Macro f 3.2;  t 1/160s;  Iso 125

Und hier seht ihr die Aufnahme mal unretuschiert.

Das war so ein bisschen wie Joggen. Man weiß genau, dass es einem total gut tut, wenn man es erstmal angegangen ist. Sich dazu aufzuraffen bedarf aber doch einiger Energie - obwohl es doch so leicht ist. Unsere Arbeit als Fotografen hat sich so sehr gewandelt über die letzten Jahre. In meiner Ausbildung habe ich auch schon oft am PC gesessen, aber nun verbringen wir 80% unseres Tages im Sitzen vor unseren Monitoren. Da hilft auch kein Jammern. Deswegen werden wir uns nun ab sofort PC-Pausen verschreiben, in denen wir unseren kreativen Gelüsten nachgehen können.

Bald geht es weiter mit einem neuen Fotoprojekt, sobald uns eine Idee reizt. Vielleicht darf diesmal ein Mensch mit aufs Bild...vielleicht aber auch nicht. Wir lassen uns überraschen :D

Adiö, Tschüssing und Bis Baldrian, die Kristina

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